Stefan Mair kommt nicht auf den Ritten, sondern geht nach Schwenningen
26.05.2012
Die Nachricht hat eingeschlagen wie eine Bombe: Stefan Mair verlässt nach sechs erfolgreichen Saisonen bei Bozen, Fassa, Pustertal und Cortina die Serie A und geht in die 2. Eishockey Bundesliga zu den Schwenninger Wild Wings. Der noch 44-jährige Bozner (Mair feiert in elf Tagen seinen 45. Geburtstag) ist der erste Südtiroler Trainer, der einen deutschen Zweitligisten übernimmt.
Eigentlich hätte Mair in der italienischen Serie A bleiben sollen, denn schon vor drei Wochen einigte er sich per Handschlag mit Ritten-Geschäftsführer Thomas Rottensteiner für die kommende Saison. Am vergangenen Wochenende meldete sich aber Schwenningen-Manager Stefan Wagner beim Bozner und bot ihm die Stelle als Cheftrainer des deutschen Zweitligisten an. „Ich hatte Ritten bereits zugesagt, aber plötzlich bekam ich dieses Angebot und so bat ich Thomas Rottensteiner mich frei zu lassen. Er verstand, dass es für meine Karriere eine Riesenchance ist und deshalb möchte ich mich bei ihm für sein Entgegenkommen bedanken“, erzählt Mair. „Das ist nicht selbstverständlich, er hätte auch darauf bestehen können, dass ich auf dem Ritten bleibe. Das werde ich nie vergessen, vielleicht kann ich ihm dieses Verständnis einmal zurückzahlen.“.
Ritten Sport ermöglicht Wechsel nach Schwenningen
Die Schwenninger Wild Wings verhandelten seit Mitte März mit dem finanziell angeschlagenen EHC München über den Kauf der DEL-Lizenz. Doch letzte Woche platzten die Hoffnungen, denn Red Bull ist bei den Münchnern als Namenssponsor eingestiegen und hat die Bayern gerettet. Schwenningen-Manager Stefan Wagner musste plötzlich mit Hochdruck für die kommende Saison in der 2. Eishockey Bundesliga planen und hat gleich Stefan Mair als zukünftigen Cheftrainer verpflichtet.